postkolonialismus hausarbeit

Doch mit Schiffen war es möglich, Güter nicht nur günstiger sondern auch weniger beschwerlich von Asien nach Europa zu transportieren als über den Landweg. Die Erfindung Afrikas 5 Vgl. Was kann, muss dies für die Theorie des Postkolonialismus bedeuten? Friedrichsmeyer/Lennox/Zantop, Introduction (wie Fn.1), 2; allerdings darf Saids Rolle auch nicht über- bewertet werden, wie Patrick Wolfe, History and Imperialism: A Century of Theory, from Marxism to Postcolo- nialism, in: AHR 102 (1997), 388-420, 408, Fn.77, mit Verweis auf verblüffend ähnlich lautende frühere Texte betont. Dabei wird zunächst zu klären sein, womit man es eigentlich bei der „Globalisierug“ zu tun hat, jedermann führt sie im Munde, doch kaum jemand vermag genau zu definieren, was „Globalisierung“ überhaupt ist. 15 Vgl. Diese Forschungsrichtung ist in den 1980er Jahren entstanden, meist unter Bezug auf Edward Saids Buch "Orientalismus" (1978). Das bedingt förmlich ein Anschreiben gegen mögliche Homogenisierungstendenzen der Globalisierung. [10] Materielle Überlegenheit des Westens und materielle Abhängigkeit der ehemaligen Kolonien sind dabei weniger im Fokus als der kulturelle, geistige Einfluss. Kolonialismus In den Geschichtswissenschaften beschreibt der Begriff Kolonialismus vor allem das Bestreben europäischer Staaten, neue Siedlungs- und Wirtschaftsräume zu erschließen und ihre Machtbasis auszuweiten und kann damit als mögliche erste Globalisierung unter europäischen Vorzeichen angesehen werden. Unter diesem allgemeinen, die verschiedenen Globalisierungen einigendem Kriterium, kann man die Vorstellung eines weltweiten Prozesses verstehen, der bewirkt, dass geschlossene und voneinander abgegrenzte Räume, von Nationen aber auch von nationalen und regionalen Kulturen, nicht mehr existieren, dass die Grenzen zwischen diesen aufgehoben sind, Entfernungen keine Rolle mehr spielen, und dass die einzelnen Individuen dieser nationalen und kulturellen Räume sich an diesem Prozess orientieren und ihr Handeln und Denken an diesem Prozess ausrichten (unter anderen: Spybey 1996; Giddens 1994). Mit Emphase formuliert denn auch Robert J. C. Young drei Ziele des „political project of postcolonial critique”: Es gehe darum, die Rolle von europäischem Wissen und europäischer Kultur für den Kolonialismus zu untersuchen, die Wege und Ursachen der „conti- nuing international deprivation and exploitation” festzumachen und schließlich kulturelle und politische Formen außerhalb der europäischen Traditionen zu finden, um einen erfolgreichen Widerstand gegen materielle Ungerechtigkeit und Erniedrigung zu ermöglichen.19, Vollends zeigt sich die Zukunftsbezogenheit dieser postkolonialen Richtung in der Auseinandersetzung mit dem Nationalismus. 2.2. 3.1. Chakrabaty verfolgt das Ziel eine Möglichkeit zu finden, wie man eine Geschichte Indiens (der dritten Welt) schreiben kann, ohne Europa als Referenzpunkt, beziehungsweise die europäische Geschichte als Meistererzählung zu benutzen (Chakrabaty 2002: 302-305) . Chakrabaty nimmt hier eine umfassende Kritik am methodischen Eurozentrismus vor und zeigt eine Alternative auf (Fischer-Tiné 2010: 5). Conrad/Randeria (Hg. Conrad ist sogar der Meinung, dass die Theorie des Postkolonialismus sich am besten eignet den Eurozentrismus in . 19 Young, Postcolonialism (wie Fn.5), 69. Schlussbemerkung. Im Vertrag von Tordesillas vom 5. ), Eurozentrismus (wie Fn.7), S.17. Vergleich, Transfer, transnationale Gesellschaftsgeschichte, histoire crois é e Dieser Zustand ist laut Chakrabarty zu überwinden. Vergleich und Transfer in der Geschichtsschreibung, 3. Existieren wirklich Merkmale, die sowohl Postmoderne, als auch Postkolonialismus charakterisieren können? 65 f. 7 Diesen „Kulturalismus” der postkolonialen Betrachtungen deutet Young, Postcolonialism (wie Fn.5), 65, m.E. Und zwar nicht auf die ökonomischen Fragen, die vielerorts lang und breit, mal für die eine Seite, mal für die andere Seite diskutiert werden, oft mit dem Ergebnis, dass man überhaupt nicht aussagen könne, wie ökonomisch auf die Prozesse der „Globalisierung“ zu antworten sei, sondern im Rahmen der Diskussion der politischen Theorie. Postkoloniale Theorie ist also eine nicht einheitliche, fächerübergreifende Diskussion. Allein der Singular ist also schon fehl am Platz. Detailliert möchte ich ein Beispiel in der Epistemologie ausführen. Postkolonialismus ist interdisziplinär angelegt und kann als verstanden werden als die politischen, ökonomischen, kulturellen und philosophischen Antworten auf den Kolonialismus. Haben Sie sich gefragt, in wie weit man Wissen vertrauen kann, das von Wissenschaftler einer Minderheit der Welt stammt? Im Mittelpunkt der Untersuchungsansätze stehen zum einen die Kultur und zum anderen der Versuch, ethnische wie nationale Identität dekonstruktivistisch aufzulösen. Rudi Naujeck, Hamburg. Weiterhin sollen die Auswirkungen kolonialer Machtverhältnisse auf Kultur sowie das Individuum beschrieben werden. Die politische Dimension (PDF) Postkolonialismus und Dekolonialität - ResearchGate 2. Briefe an die Redaktion: 5. Juni 2023 - Hamburger Abendblatt Der europäische Kolonialismus ist aber einzigartig, was das Ausmaß und die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen . Nach Zusammenbruch des westlichen Imperialismus und nach Ende des Zweiten Weltkrieges begannen sich Theoretiker kritisch mit der lange positiv bewerteten Kolonialisierungsgeschichte auseinanderzusetzen. 1. Gemeint ist, dass der Begriff des Kolonialismus sich auf „[...]einen spezifischen historischen Moment[...]“ bezieht und dass er „[…] eine Art und Weise, eine Geschichte zu inszenieren oder zu erzählen, [..]“ darstellt (Hall 2002: 237). Unterzieht man den Begriff „Globalisierung“ einer empirischen Untersuchung, zeigt es sich, dass dieser verschiedene, sowohl wirtschaftliche, als auch nicht-wirtschaftliche Aspekte umfasst. Was ist unter dem Begriff der „Globalisierung“ zu verstehen? In der vorliegenden Arbeit sollen diese Auseinandersetzungen mit den Prozessen der „Globalisierung“ in Bezug gesetzt werden zur diesbezüglichen Diskussion innerhalb der Theorie des Postkolonialismus, die Antworten des Postkolonialsmus auf diese Prozesse sollen kritisch gewürdigt werden. Warum also sollten sich in seinen Werken, in diesem Fall The Final Passage, auch postmoderne Züge finden lassen? Aber meist stammen die Theoretiker der beiden Strömung aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Bereichen, denn die Poststrukturalisten kommen meist aus dem Bereich der Philosophie und Soziologie (Soziologen Foucalt, Derrida), wobei viele Postkolonialisten aus dem Bereich der Literaturwissenschaften kommen (Said, Spivak). Selbst wenn man den Begriff der Globalisierung für Entwicklun- gen der jüngsten Vergangenheit reservieren will, rückt in historischer Perspek- tive dennoch der Kolonialismus zumindest als Vorgeschichte der aktuellen Prozesse in das Zentrum des Interesses.4, Doch wovon handeln nun postkoloniale Theoriediskussionen? Zu fragen ist, ob trotz alledem nicht doch ein gemeinsames Kriterium all diesen verschiedenen Aspekten von „Globalisierung“ zuzuordnen ist, mit dem man arbeiten kann und das eine Festlegung des Begriffes erlaubt, die dann als Oberbegriff „Globalisierung“ verwendet werden kann. 1. Globalisierung und Postkolonialismus Dieser Problematik soll die vorliegende Arbeit auf den Grund gehen. 2.3. 5. Genannt seien hier nur diejenigen Autoren, deren Ansätze für eine postkoloniale deutsche Geschichte von besonderer Bedeutung sind. Hierzu soll die Arbeit von Daniel Münster dienen, welcher sich mit genau dieser Thematik beschäftigt hat. Mit dieser Kritik freilich rüttelt die Zunft am eigenen Fundament.16 Die Ableh- nung des Entwicklungsgedankens wird denn auch als „unmögliches Nein” bezeichnet.17 Dennoch ist eine kritische Beschäftigung mit den als natürlich empfundenen Grundlagen des eigenen Denkens für eine verstärkt selbstreflexi- ve und damit nur bessere Geschichtsschreibung zweifelsohne vonnutzen (nä- her unten IV.2.). Im Zusammenhang eines Seminars, das sich mit der Theorie des Postkolonialismus beschäftigt, brennt im Bezug auf die aktuelle Diskussion der Prozesse und der Folgen der „Globalisierung“ förmlich die Frage unter den Nägeln, wie denn die Vertreter eben des Postkolonialismus als Intellektuelle der Länder, die unter der „Globalisierung“ zu leiden scheinen, auf diesen Prozess antworten. Wer aber kann angemessen über die dritte Welt schreiben? Durch das Erstarken des Osmanischen Reiches war der bis ins 15./16. Mit der Behauptung, Beschreibungen Außereuropas durch Europäer seien für die Erkenntnis der au- ßereuropäischen Realität prinzipiell wertlos, werde allem wissenschaftlichen Streben der Boden entzogen.13. Wer sonst als Vertreter aus der dritten Welt könnten über die eigene Geschichte und die aktuellen Begebenheiten in der eigenen Gesellschaft besser und akkurater schreiben? Kolonialismus bezeichnet die Ausdehnung des wirtschaftlichen und politischen Systems eines Staates über Regionen außerhalb seiner eigenen Grenzen. 2. Dabei gibt es durchweg unterschiedliche Formen und Gründe der Expansion einer Gesellschaft. Seit 1978 wiederum sind viele der Anstöße Saids in den Geschichts-, Sozial- und Kulturwissenschaften aufgenommen und weiterentwickelt worden. Doch selbst im wissenschaftlichen Denken, das doch universell sein soll, herrschen nach. [12] Vgl. Berücksichtigen sollte man aber, dass das formale Ende der europäischen Kolonialherrschaft in einzelnen Erdteilen um Jahrhunderte auseinander liegt und man von keinem genau definierten Ende sprechen kann. Der Wettlauf um Afrika durch die imperialistischen Großmächte ist eine der beispielhaftesten Ausprägung kolonialistischer Herrschaft, die sich auf dem Gedankengut der Herrschaft des weißen Mannes als überlegene Rasse manifestiert. Den Abschluss der Arbeit bildet schließlich der Versuch einer Würdigung der Diskussion. So spricht man, um wirtschaftliche Aspekte von „Globalisierung“ anzuführen, von einer Globalisierung des Welthandels, einer Globalisierung der Finanzmärkte und so weiter auf der einen Seite, um nicht-wirtschaftliche Aspekte von „Globalisierung“ anzusprechen von kultureller Globalisierung, von sozialer Globalisierung, von politischer Globalisierung und Ähnlichem auf der anderen Seite, und meint doch völlig verschiedene, in ihrem Integrationsgrad höchst unterschiedliche Dinge (Beck 1998, 42). Den Abschluss der Arbeit bildet schließlich der Versuch einer Würdigung der Diskussion. Anhand der Darstellung und Konstruktion des fremdartigen „Orients“ lassen sich Rückschlüsse auf das Selbstportrait eines modernisierten zivilisierten Westens ziehen. Postkolonialismus bezeichnet einerseits die Zeitspanne seit Ende der kolonialen Fremdherrschaft sowie die daraus resultierenden Konstellationen auf kultureller, sozialer und politischer Ebene (vgl. Der Diskurs ist dabei vermachtet. In einem zweiten Schritt soll die interne Kritik an den Antworten der Vertreter des Postkolonialsmus auf die Prozesse der „Globalisierung“ anhand von einigen Beispielen dargestellt werden, um in einem dritten Schritt zu versuchen, diese interne postkolonialstische Kritik zu bewerten. Hat der Eurozentrismus ein Jenseits? Schlagworte: Kolonialismus, kolonialistisches Denken, Eurozentrismus, Dekolonialiserung, Postkolonialismus. Hier wird der Kern der Fragestellung der vorliegenden Arbeit nochmals immanent deutlich, die folgenden Kapitel werden den Versuch darstellen müssen, darauf zu antworten. ), Schlüsselwerke der Postcolonial Dieser Band steht für ein Programm, das die Relevanz postkolonialer Theorien für die Soziologie aufzeigt. 10 Diese Komplexität zeigt sich etwa in Foucaults Äußerungen zu den wissenschaftlichen „Disziplinen”, explizit im 19. [6] Die Erfahrung des Kolonialismus betraf und betrifft einen Großteil der Menschheit, als Kolonisierte genauso wie als Kolonisierende. Jahrhundert wuchs das Interesse der europäischen Großmächte - vor allem an der Eroberungen afrikanischer Länder - im Zuge des Imperialismus erneut. Zusätzlich zu den Debatten um den Postkolonialismus sollte man die Diskussion der Globalisierung berücksichtigen. Nachwirkungen des europäischen Kolonialismus. 4-7 Werktagen. Im Unterschied zum eher angelsächsisch orientierten Panafrikanismus reflektierte die frankophone Négritude den europäischen Diskurs über Afrika. So schreibt er im Jahr 2002, dass das Postkoloniale „[...] sowohl epistemisch als auch chronologisch verstanden werden wolle“ (Hall 2002: 236). Davon abgesehen ist auch das Werk Foucaults selbst eurozentrisch angelegt, wie Sebastian Conrad, Doppelte Marginalisierung. Jahrhunderts in Auseinandersetzung mit der Geschichte des europäischen Kolonialismus und Imperialismus entwickelte. Auch Roland Barthes arbeitete an einer Universität in Ägypten. Beinahe jede kultur- und sozialwissenschaftliche Disziplin hat in den vergangenen Jahren ihre ›Krise der Repräsentation‹ erlebt - nicht wenige haben sie auch als eine ›postkoloniale Krise der Repräsentation‹, als ›postcolonial turn‹ wahrgenommen. 13 Vgl. Die zum Teil gewalttätigen Auseinandersetzungen im Gefolge der G8-Gipfel in Seattle und in Genua haben gezeigt, dass längst nicht für alle das Zauberwort „Globalisierung“ etwas Gutes verheißt, schon jetzt sind wieder neue schwere, auch gewalttätige Proteste für die nächsten großen Gipfel, zum Beispiel in Rom angekündigt. Leistungsanforderungen: Kurzreferat eines Textes, plus eine schriftliche Arbeit (Hausarbeit von 10-15 S. alternativ oder 3 Essays von je ca. Die folgende Arbeit wird aufzuzeigen haben, dass selbst innerhalb der Gruppe derjenigen Theoretiker, die sich, auch selber dem Postkolonialismus zuordnen, diese Frage höchst strittig ist.

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